Fachärztliche Diagnostik

Hilfe in Krisen

Ganzheitliche Therapie

Schmerztherapie

Ärztliche Begleitung

Meine Monatstipps



September

Mein Tipp für den September: Kurzentspannung, Tagtraum oder Quiet Walk -probieren Sie es!

Der Herbst ist bald da, die Arbeit hat uns wieder. Wie können wir ein wenig von der Sommer-Entspannung in den hinüber Alltag retten? Es gibt einen Trick: die "20 Minuten Siesta". Hier geht es darum, dass Sie sich den Arbeitstag so einteilen können, dass Sie etwa in der Mitte eine Pause von ca. 20 Minuten machen können.

In dieser Zeit darf Sie kein Telefon, kein Kollege und auch nicht der Chef erreichen können.

Diese Zeit muss ganz Ihnen gehören. Beschränken Sie sie aber, um nicht "negativ" aufzufallen, besorgen Sie sich einen Kurzzeitwecker, dann können Sie es entspannt genießen. In der Pause sollten Sie eine Entspannungsübung oder einen Spaziergang machen: Autogenes Training, Jacobson oder etwas anderes.

Wichtig ist nur, dass Sie absolut ungestört sind. Sie dürfen nicht essen, mit Kollegen sprechen oder im Internet surfen, sonst ist die Pause wirkungslos. Suchen Sie sich einen komplett ungestörten Bereich.

Kurzentspannung: Wenn Sie sich ruhig hinsetzen oder legen können, dann ergreifen Sie die Gelegenheit. Nehmen Sie sich die Zeit die Ruhe zu genießen. Achten Sie auf Ihre Atmung und spüren Sie wie Ihr Körper sich entspannt. In der Ruhephase lassen Sie sich völlig fallen. Es kann sein, dass sie in einen schlafähnlichen Zustand verfallen.

Genießen Sie es. Wenn Sie träumen ist es umso erholsamer.

Am Ende der Zeit kommen Sie wieder heraus und bringen den Kreislauf in Schwung, in dem Sie ein wenig Bewegung machen.

Quiet Walk: Wenn Sie lieber gehen oder wenn Sie keinen ruhigen Bereich in Ihrer Firma haben, dann gehen Sie bewusst schweigsam, konzentrieren Sie sich auf den Körper, auf die Muskeln und Gelenke, die beim Gehen bewegt werden. Jeder Schritt ist ein Erlebnis. Fühlen Sie den Boden unter den Füßen. Nehmen Sie alles mit einem Lächeln wahr, was Sie sehen und hören, aber lassen Sie es vorbei ziehen.

Wenn Sie sich wieder ihrem Arbeitsplatz nähern, nehmen Sie wieder ihre gewohnte Haltung ein. Da wird bewusst welchen Unterschied das ausmacht.

Wenn Sie eine dieser Übungen täglich machen, steigert das die Qualität Ihrer Arbeit, Ihr Wohlbefinden und Ihren Gesundheitszustand.

Für weitere Informationen stehe ich gerne zur Verfügung.

Ein weiterer Tipp für den September: Restart - Mut zu einem neuen Beginn

Ein neues Schul-, Studien und Arbeitsjahr beginnt - Zeit auch in Ihrem Kopf die Reset-Taste zu drücken. Ob Sie im Urlaub weit weg waren oder nur daheim ein paar Tage für sich hatten, jetzt ist die Zeit für einen neuen Beginn gekommen!

Gehen Sie im Geiste Ihre Arbeitswelt durch:

Welchen Entschluss schiebe ich immer vor mich her?

Mit welchen Menschen möchte ich harmonischer zusammenarbeiten?

Was - in meinem täglichen Arbeitsablauf - stört mich, wodurch werde ich immer wieder niedergedrückt?

Was sind die großen Gesundheitskiller in meiner Arbeit?

Was kann ich, was möchte ich, was muss ich verändern?

Beginnen Sie mit kleinen Schritten. Fassen Sie ein Ziel ins Auge. Umschreiben sie es genau. Überlegen Sie, wie es für Sie sein wird, das Ziel zu erreichen, wie sie sich fühlen werden. Denken Sie daran, was Sie brauchen werden um es zu erreichen. Bedenken Sie aber auch, wem es nicht recht sein wird, wer dagegen ist, das Sie das Ziel erreichen.... Diese Fragen können weiter fortgesetzt werden und Schritte gesetzt, bis Sie ihr Ziel auch wirklich erreicht haben!

Wenn Ihnen Ihr Vorhaben zu groß erscheint - es gibt professionelle Hilfe. Handelt es sich um ein gesundheitliches oder ein psychisches Problem, stehe ich gerne zur Verfügung.

Ein weiterer Tipp für den September: Gewalt im Schlaf - Wer schläft sündigt nicht - oder doch?

Nicht selten gibt es Berichte über Gewalt, die im Schlaf ausgeübt wird. Der Schläfer tritt, schlägt oder würgt den Partner. Manchmal kommen sogar sexuelle Übergriffe vor. Meist sind die Täter Menschen, die im wachen Zustand sehr ruhig und friedfertig sind. Umso größer das Entsetzen des Partners, wenn ein solches Phänomen auftritt.

Wie ist dies überhaupt möglich? Jeder kennt Albträume und fast jeder hat im Traum schon mal versucht zu kämpfen, abzuwehren oder etwas anderes mit dem Körperliche zu tun. Wir wissen: es geht nicht. Die Glieder fühlen sich an wie mit Blei gefüllt oder wie in Honig. Durch Schlaflaboruntersuchungen wissen wir, dass die Schlaf-Gewalt in den Traumphasen auftritt, den sog. REM-Phasen, in denen normalerweise die Muskulatur völlig entspannt ist. Normalerweise - nicht bei den "Gewalt-Schläfern". Hier liegt eine Neurotransmitterstörung vor und der Schläfer kann sich bewegen.

Ist dieser Mensch dafür verantwortlich zu machen? In der Rechtssprechung wird von Schlaf assoziierter Gewalt gesprochen. Wenn diese nachweisbar ist, kann der Gewalttätige schuldfrei sein. Allerdings: Diese Phänomene entwickeln sich schrittweise, langsam. Es ist Pflicht der Partner rechtzeitig den entsprechenden Facharzt aufzusuchen.

Die wichtigste Frage: Gibt es Abhilfe? Zum Arzt gehen, am besten zum Facharzt für Neurologie, darüber sprechen ist ein wesentlicher Schritt. Neben einer weitgehenden Diagnostik ist es heute möglich diese Phänomene durch eine einfache, nicht beeinträchtigende Medikation zu unterdrücken. Dies entlastet den Schläfer und den Partner. Damit ist schon sehr viel geschehen.

Für Ihre Fragen, Untersuchung, ärztliche Behandlung stehe ich gerne zur Verfügung. Bitte um tel. Anmeldung: 01 470 88 70. Weiterführender Text: Im Spiegel 32/2003 vom 4.8.2003

Ein weiterer Tipp für den September: Modeströmungen?

Immer wieder erreichen uns Meldungen, dass neuen Krankheiten entdeckt wurden. Immer wieder hören wir Ernährungs- und Gesundheitstipps. Manchmal wird sogar Angst gemacht, es könnte eine Epidemie geben, eine bestimmte Ernährungsform kann zu Herzinfarkt, Schlaganfall oder Krebs führen.

Was ist wahr daran? Diese Frage ist generell nicht leicht zu beantworten. Rauchen ist schädlich, das ist klar. Alkohol in großer Menge führt zur Sucht und hat viele schwere gesundheitliche und soziale Folgen. Mangel an Bewegung und Übergewicht sind sicher Schrittmacher von Herz- und Gefäßkrankheiten. Depression und Angst werden immer schlimmer und schwerer, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden. Diese Fakten kann man als gesichert annehmen.

Aber dann gibt es sehr viele Grauzonen: tierische Fette, Kaffee galten bislang als gefährlich. Hormontherapie im Klimakterium, Sport, große Flüssigkeitsmengen wurden für gesund gehalten. Die moderne Forschung hat aber anderes festgestellt. Wissenschaftliche Arbeiten früherer Jahre sind widerlegt worden. Manchmal wurde es sogar offensichtlich, dass hinter einem Forschungsergebnis die Gewinnabsicht eines Konzerns steckt. Beispiel: Butter galt seit Mitte der siebziger Jahre als gefährlich, weil sie Cholesterin enthält. Sonnenblumenmargarine sei gesünder. Gewinner: Großkonzern X, von dem die Margarine hergestellt wird. Es gibt in der Medizin Hunderte Beispiele dafür, wie hinter einer - wissenschaftlich anerkannten - Meinung die Aussicht auf einen kommerziellen Gewinn steht.

Daher: bleiben wir kritische Konsumenten, auch beim Thema Gesundheit. Achten wir auf unser Gefühl. Vielleicht ist das Wichtigste die gesunde Lebensfreude. Allzu enge Grenzen, Regeln und Vorschriften machen mehr krank als ein Frühstücksei und eine Schale Kaffee.

Ein weiterer Tipp für den September: Sag's mit Gefühl! Ich-Botschaften und Konfliktmanagement

Im Zusammen-Leben, Zusammen-Arbeiten ergeben sich zwangsläufig Konflikte. Jeder hat andere Interessen, jeder hat seine Grenzen und soll sie auch wahren. Aber wie sag ich's, wenn der Nächste über meine Grenze geht? Was mach' ich, wenn mich etwas stört und ich muss aber noch länger mit dem Verursacher der Störung zusammen leben oder arbeiten? (Zum Beispiel: am Arbeitsplatz wird immer laut Radio gespielt und es stört mich.) Wenig hilft es, zu klagen oder zu jammern, wer nimmt darauf schon Rücksicht? ("Mir brummt der Kopf.") Nörgeln oder kommentieren hilft auch nichts, es bleibt unpersönlich: "Der Lärmpegel hier ist zu hoch, man sollte mehr Ruhe haben." Anweisungen oder Belehrungen vergiften eher das Klima, als dass sie eine Verbesserung bringen: "Hektische Geräuschberieselung ist ungesund!"

� Also was tun?

Mein Vorschlag: Sagen Sie wie es Ihnen damit geht. Sprechen Sie von ihrem Gefühl, ihrer persönlichen Erfahrung, ihrem Eindruck: "Ich habe das Gefühl (ich spüre), das Radio macht mich nervös, es stört mich klar zu denken�". Damit bringen Sie etwas Persönliches hinein, zeigen, dass Sie ein fühlendes, lebendiges Wesen sind und ihre Bedürfnisse und Rechte haben. Versuchen Sie es doch einmal, über Ihre Gefühle zu sprechen - es lohnt sich!