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November

Mein Tipp für den November: Vorräte sammeln!

Der Herbst ist für uns die Zeit, Vorräte für den Winter zu sammeln. Unsere innere Uhr ist darauf eingestellt, dass wir uns langsam etwas zurück ziehen und zur Ruhe kommen. Das drückt sich auch in unserem Grundumsatz aus, der herabgesetzt ist. Dadurch nehmen wir auch leicht an Gewicht zu. Der Winterspeck, eine Reserve und Wärmeschicht für die kalte Zeit entsteht. Für viele von uns unerwünscht, von der Natur aber sinnvoll, als Vorrat für die lange entbehrungsreiche Winterzeit, ausgelegt. Vorratshaltung ist also wichtig, aber in unserer Zeit sind es ganz andere Vorräte, die wir benötigen. Was fehlt uns im Winter am meisten? Nahrung und Kleidung haben wir genug. Auch an Wärme mangelt es uns nicht. Es ist die Sonne, es sind die Farben, die Stimmung der warmen Jahreszeit, die wir brauchen. Darin müssen wir Vorräte anlegen. Gehen wir hinaus, genießen wir die letzten Sonnenstrahlen, behalten wir die Farben des Herbstes in unserem Gedächtnis, dann haben wir gut investiert. Noch wichtiger erscheint mir aber, den warmherzigen, den freundlichen und aufrichtigen Umgang mit unseren Mitmenschen zu pflegen. Was im Sommer vielleicht manchen leicht gefallen ist - jetzt im Herbst und Winter brauchen wir es dringend!

Mit Aufrichtigkeit und Güte, den Sommer im Herzen, so sollen wir in den Winter gehen.

Ein weiterer Tipp für den November: Mit-fühlen, Ein-fühlen und die Veränderung spüren!

Die schrecklichen Ereignisse vom 11. September und danach haben vielen von uns Angst gemacht. Sie machen uns traurig und unsicher. Viele Tausende Menschen sind zu Tode gekommen, viele Tausende trauern um ihre Lieben und für viele beginnt erst jetzt ein sehr schwere ernste Zeit.

Angesichts dieser wahnsinnigen, unbegreiflichen Bilanz wird es schwer für uns - fern von den Ereignissen - zu erfassen, was wirklich passiert ist.

Dennoch ist es wichtig sich mit dem Leid und der Trauer zu befassen. Es ist nötig, sich zu sensibilisieren, welche Änderung diese schlimmen Ereignisse mit uns selber machen. Es ist nicht nur negativ, wenn wir uns mit der Endlichkeit unseres eigene Lebens befassen. Daraus kann auch die Kraft und der Gleichmut entstehen, die es möglich machen, Veränderungsmöglichkeiten für uns selbst wahr zu nehmen und in die Realität um zu setzen.

Mathias Varga v. Kibed, Mathematiker, Logiker und systemischer Familientherapeut schlug vor: Fühlen wir uns in die Position eines der Toten, im Hochhaus oder im entführten Flugzeug ein, oder in die der trauernden Angehörigen. Da gibt es viel Angst, Trauer und viel Schmerz, die erlebt werden. Das lässt uns nicht gleichgültig. Es macht eine Veränderung mit uns. Wir können diese Veränderung im Gefühl er-spüren und wir können dieses veränderte Gefühl als Basis für unsere eigenen Veränderungen sehen.

Es ist viel zu tun - in uns und um uns!

Ein weiterer Tipp für den November: Winterdepression

Eingebettet in den Jahreslauf unterliegt unser Leben biologischen Rhythmen. Herbst und Winter sind in der Natur die Zeiten der Ruhe, des Rückzuges, des Lebens aus den Vorräten. Aber unsere Realität ist anders. Das tägliche Leben, die Arbeitswelt und unsere moderne Welt lassen uns keine Zeit für eine Winterruhe. Wen wundert es, wenn viele von uns im Winter depressiv werden. Tageslicht ist eine Mangelware. Die durchschnittliche Tageslichtzeit eines Mitteleuropäers beträgt 8 Minuten! pro Tag. Sonnenlicht - ein Lebenselixier - ist sehr rar geworden. Daher: Richten Sie es sich ein, täglich bei Tageslicht wenigstens eine halbe Stunde draußen zu sein. Betreiben Sie Sport oder lassen Sie es sich gut gehen um ein bisschen auszugleichen, was wir unserem Körper durch unseren Lebensstil vorenthalten. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit mit Vollspektrum Tageslicht Leuchtstoffröhren eine Art "natürliches" Licht in ihren Arbeits- und Wohnbereich zu zaubern.

Mehr Informationen über Lichttherapie siehe (-> Licht und Seele)./p>

Ein weiterer Tipp für den November: Die Krankheit entthronen! Mit körperlichen Krankheiten leben�

Als Arzt, der sich mit Psychotherapie beschäftigt, ist man oft mit einem bestimmten Problem konfrontiert: Eine Krankheit, ein Leiden nimmt für die/den Betroffenen einen wichtigen Platz ein. Nicht nur der Patient selbst ist sehr viel damit beschäftigt, die Symptome der Krankheit zu notieren und möglichst gering zu halten, auch für die ganze restliche Familie steht die Krankheit im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Nun kann es sehr wichtig und gut sein, bei neu entdeckten Krankheiten wie Zuckerkrankheit oder Asthma, bei Anfallsleiden oder Migräne die Stressoren zu finden. Es kann sinnvoll sein, die Lebensumstände, die Gewohnheiten, die Ernährung zu verändern und somit Auslösemomente zu verringern. Auch Medikamenteneinnahme � wenn dauernd nötig � sollte konsequent erfolgen. Jede Krankheit hat einen gewissen Verlauf, eine gewisse Wertigkeit. Jeder Mensch hat das Recht von seinem Arzt mit der Krankheit ernst genommen zu werden.

Aber: Eine Krankheit, vor allem eine lang dauernde und nicht wirklich gefährliche Krankheit soll � wenn das möglich ist � nicht wichtiger werden, als die Menschen, die damit zu tun haben. Oft berichten Betroffene und Angehörige von einer Krankheit, wie von einem Kind, um das man sich sorgen muss. Manchmal steht die Anpassung an die Krankheit eines Einzelnen so im Vordergrund des Denkens der ganzen Familie, dass alle darunter leiden. Manchmal werden auf diese Art Ehen zerstört und Kinder erleiden Folgekrankheiten. Daher: Es ist wichtig, die Krankheit zu beachten, aber es ist genauso wichtig das Leben so gut wie möglich weiterzuführen. Es geht darum, sich selber und den anderen in der Familie den Wert als Mensch zu sichern.

Ein weiterer Tipp für den November: Teufelskreis aufbrechen!

Reiß dich zusammen! Lass dir nichts anmerken! Keine Müdigkeit zeigen!

�so oder ähnlich sind die guten Ratschläge, die Freunde und Verwandte erteilen, wenn Menschen niedergeschlagen sind und nicht mehr weiter können. Aber hilft das wirklich?

Ist die Ursache für unsere Niedergedrücktheit Depression oder Angst, dann stürzen uns diese Ratschläge nur in eine Kaskade von Schuld- und Versagensgefühlen. Mir geht�s schlecht und ich kann nicht weiter � also bin ich schlecht und nicht liebenswert � also ziehe ich mich weiter zurück. Dann geht�s mir noch schlechter�

Dabei ist gerade für depressive Menschen ein einfühlsamer Kontakt zum Nächsten so wichtig! Ist der Depressive auch noch isoliert findet er überhaupt nicht mehr aus seinem Teufelskreis heraus.

Hier spielt Hilfestellung eine große Rolle, ein gutes Wort, ein wohlwollendes herzliches Miteinander. Vielleicht auch ein Medikament, das Angst, Antriebslosigkeit und Unruhe lindert, sodass der Depressive wieder in Kontakt mit seinen Mitmenschen kommt.