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Meine Monatstipps



Februar

Mein Tipp für den Februar: Monat der Reinigung

Im alten Rom war der Februar der letzte Monat des Jahres und es gab ein Gebot der inneren Reinigung. Auch heute fällt meist der Abschluss und Höhepunkt des Faschings bzw. Karnevals in den Februar und damit auch der Beginn der christlichen Fastenzeit. Fasten bedeutet aber nicht nur Verzicht auf Überfluss, sondern auch Reinigung - rein physisch gesehen Entschlackung. Hat auch heute diese Zeit sehr viel von ihrer religiösen Bedeutung eingebüßt, so sollten wir doch gerade jetzt an die Bedürfnisse unseres Körpers denken.

Konkret heißt das: Mehr Schlaf - mehr Möglichkeit der Verarbeitung der täglichen Ereignisse. Weniger Alkohol - mehr Klarheit. Leichteres und weniger Essen - weniger Schwere, weniger Entgiftungsarbeit.

Zusätzlich können durch Entschlackungstage (Reis, Erdäpfel, Obst) oder eine Apfelessig Kur (morgens 2EL Apfelessig in 1/4l Wasser) vom Winter und den üppigen Festtagen angesammelte Gifte ausgeschieden werden.

Viel Bewegung in frischer Luft, Sauna, Kneippgüsse helfen dabei.

Weniger Frühjahrsmüdigkeit und vielleicht sogar etwas weniger Kilos werden der Dank Ihres Körpers an Sie sein.

Also: Lust auf Reinigung?

Ein weiterer Tipp für den Februar: Wintersport - Erholung mal drei?

Bewegung in frischer sauberer Luft, Sonne, Kälte oder die richtige "elektrische Ladung" - was bewirkt den starken Erholungswert einer Winterurlaubswoche?

Von Rehabilitations- und Kurmedizinern wird allgemein angenommen, dass eine Woche Wintersport den Erholungswert von drei Wochen am Meer haben. Es ist nicht klar was genau das Wertvolle daran ist. Bei alpinen Schilauf werden in extrem kurzer Zeit praktisch alle Muskel bewegt. Langlaufen hat ebenfalls sehr gute Trainingswerte. Dennoch: es gibt auch Hinweise darauf, dass Menschen, die nur in alpiner Höhe in der Sonne sitzen, einen genauso guten Erholungswert bekommen.

Mein Tipp daher: Einige Tage Urlaub in den Bergen. Die cerebralen Transmitter werden wieder aufgetankt, Depressionen bessern sich.

Ein weiterer Tipp für den Februar: Optimismus stärkt das Immunsystem - Psychoimmunologie die dritte!

Wie in den vergangenen Monaten möchte ich auch diesmal grundlegende Tipps für "das Gesundbleiben" geben:

Ruhe und Langsamkeit sind gesund, Druck und Stress eine Gefahr. "Speed kills" - nicht nur das Vorhaben, auch den Ausführenden. Rasen heißt nicht ganz klar im Kopf sein. Hoher Blutdruck, hoher Puls, hohes Herzinfarktrisiko. Aber auch das Risiko für Infektionen, Krebs und Autoimmunerkankungen ist erhöht. Sich selber wichtig nehmen! Bescheidenheit kann auf Dauer schaden. Ich habe bestimmte Bedürfnisse, die sind existenziell wichtig, für die kann ich nichts - denen muss ich nachkommen. (Dazu gehören: Essen, Trinken, WC gehen, aber auch Ruhephasen einhalten.) Aufschreiben heißt Gedanken in Materie verwandeln. Was man auf Papier hat, muss man nicht im Kopf haben. Es belastet nicht mehr. Ob Tagebuch, Agenda, Gedächtnisprotokolle: es ist nicht nur juristisch gut sich negative und belastende Erlebnisse aufzuschreiben. Es macht einen auch klarer und somit gesünder!

Ein weiterer Tipp für den Februar: Betriebsamkeit. Hektik macht krank - ist krank?

Betriebsamkeit meist mit dem Attribut "hektisch" versehen - das kennen wir doch alle. Im Büro, Labor oder im Krankenhaus, überall herrscht ein dauernder Betätigungsdrang. Es wird etwas getan, weil etwas geschehen muss. "Das ist zu erledigen - am besten gestern!" sagt der Chef.

Wie kommt es zu solchem Beschäftigungsdrang? Ist es ein äußerer Druck, dem wir gehorchen, ein echter Sachzwang? Oder steckt die Unruhe in uns? Sind wir es selber, die es nicht aushalten untätig zu sein. Sind wir es selber, die uns Aufgaben, Beschäftigungen suchen. Das E-mail muss sofort beantwortet werden. Alles ganz dringend... Ist "sofort erledigen" wirklich ein Qualitätskriterium? Hand aufs Herz: Manche/r von uns hat ein schlechtes Gewissen, wenn er/sie fünf Minuten ruhig sitzt. Nicht nur in der Arbeit, auch zu Hause. Ständig muss etwas geschehen. Am besten mehreres gleichzeitig. Essen und zugleich Reden und Musik oder Nachrichten hören, besser noch Fernsehen. Stille heißt Leere. Untätigkeit und Tod sind nicht weit weg. Ist das gesund? Lernen wir täglich 10 Minuten Ruhe zu genießen. Untätigkeit und Stille ertragen. Eines zu machen - immer nur eines ...

Ein weiterer Tipp für den Februar: Schenk dir selber einen Tag!

Können Sie das: sich zurücklehnen und einen Tag nichts tun? Ich meine gar nichts. Keine Wäsche waschen, kein Geschirr wegräumen, nicht Staub saugen, keine Freunde treffen einfach gar nichts tun. Wenn ja, dann ist dieser Tipp nicht für Sie.

Wenn nein - dann wird es Zeit, sich das bewusst einmal vorzunehmen. Und durchzuführen.

Quält Sie immer das Gewissen, wenn Sie faul sind oder gibt es eine innere Stimme, die ihnen dann immer sagt, wie viel Sie eigentlich tun könnten und was noch alles zu erledigen ist? Ist nur wegfahren oder krank sein die Entschuldigung für nichts tun?

Das kann teuer oder gefährlich werden. Daher fangen Sie an, sich gelegentlich einen Tag für sich selber zu nehmen. Einen Tag an dem Sie alles tun, was Ihnen Spaß macht. Musik hören, lesen, fernsehen, privatisieren!

Ihr Körper, Ihr Geist, Ihre Gesundheit werden es Ihnen danken!